Dienstag, 31. März 2009

Ein Dank an:

VINCENT FREDERIK WIM GÜNTER BÖRGER UND LEONI RUTH EVELYN ALETTA BÖRGER, IHR RETTET MIR DAS LEBEN!! (ich entschuldige mich falls ich einige Namen falsch geschrieben habe.:D)

Übermorgen gehts nach London!
Bis Dienstag!

AAh!

Mittwoch, 11. März 2009

AAAH!

Da bin ich doch tatsächlich in der Zeitung gelandet...
Ich war ja noch ahnungslos als dieser Typ kam um unser trojanisches Pferd zu fotografieren und mich aufs Foto holte da meine Jacke ja so schön rot war.
Heute entdeckte ich dann dies.
Mein Kunstlehrer schickte mir Artikel und Bilder.
Ach du meine Güte.
Sowas aber auch.

(Artikel stammt aus dem Sheffield Star. Aufs Bild klicken zum vergrößern.)


Sonntag, 8. März 2009

Nur noch drei Monate!

Kaum zu glauben.

Und vieles gibt es wieder zu berichten.
Halleluja.

Während ich den schönen Klängen von den Shins lausche, versuche ich mal alles in einen Bericht zu quetschen was sich so ereignete.

Wenn ich mal in chronolgischer Reihenfolge denke, kam da zuerst die Schneekatastrophe.
Es lag mal hübsch Schnee, so 10-15 cm, ich war glücklich, Sara war glücklich.
Die Engländer nicht. Die waren nur gestresst und haben so getan als wäre es das Unwetter des Jahrtausends. Schule ist ausgefallen und keine Busse sind gefahren.
Sara und ich waren in Chesterfield und mussten nach Hause, nur wie gesagt, mit den Bussen war das so eine Sache.
Keiner wusste wie, wann und ob überhaupt irgendein Bus irgendwohin fährt. Wir riefen Stagecoach an, das Busunternehmen hier. Das Gespräch sah in etwa so aus:
"Hey, can you tell us if the 97 or 98 from Chesterfield to Alfreton is running?"
"Oh, I don't know love, might run, might not run.."
"But you have to know that!"
"Yeah, sorry duck, nobody knows, may be there is a bus, may be not, might be that it is one hour late or something, and may be it doesn't come."
"But there must be someone who can tell us if we can get home or not."
"Sorry love, I don't know, just wait, may be there is a bus."
"Thank you for your help."(Das war natürlich ironisch gemeint. Solche Pfeifen, man man man.)
Natürlich kam kein Bus und Sara und ich saßen Montagnacht in Chesterfield fest und mussten bei Lotta, einer Schwedin die hier mit ihrer Tochter lebt und die Sara durch Zufall kennengelernt hat, übernachten. War aber sehr witzig, sehr schwedisch. Pippi Langstrumpf und ein paar Lehrstunden schwedischer Gewohnheiten und der schwedischen Sprache.
Sehr schön, ich will ja eh ein Jahr nach Stockholm nach meinem Abi.:)


So fing es an.

Das war dann einen Tag später.



Wie ich schon sagte, welch eine Katastrophe.


Dann bin ich natürlich umgezogen.
Am 4. Februar holte Michaela Sara und mich vom Haus der Bowmans ab.
Es war ein Gefühl der Erleichterung.
Komische Situationen sind hier ja sowieso zum Alltag geworden.
Viel Gepäck hatten wir, nur mit viel Gewaltanwendung konnte der Kofferraum geschlossen werden.
Wir saßen dann also im Auto und fuhren Richtung Shirebrook, meiner neuen Heimat.
Das Haus an dem wir dann irgendwann ankamen, sah, beziehungsweise sieht immer noch, aus wie jedes andere englische Häuschen.
Beziehungsweise halbes Häuschen. Die Engländer scheinen alle nur halbe Häuser zu haben.
Wie auch immer. Von innen ist es auch sehr normal, nicht so hübsch wie man es von zu Hause kennt, aber das erwarte ich ja auch gar nicht, und darauf kann man hier auch lange warten.
Naja, also meine neue Gastmama, Liz, ist echt okay, aber sehr beschäftigt mit ihren Söhnen, den kleinen Knallfröschen Keiran und Daniel. Die sind aber auch anstrengend. Doch sehr süß.
Die machen es alles etwas lebhafter, und ich hab sie trotz ihrer Nerv-und Heulattacken die sie quasi alle 3 Sekunden haben, schon ins Herz geschlossen. Man spielt dann zum Beispiel mal "hide and seek", also verstecken. Und das geht so:
"FREDERIKAAA, we didn't finish our game!!!"
"Keiran, we did, we played it about 20 times, and you always said we didn't finish it,
it should really be finished by now."
"It isn't!"
"It, is!"
"No, it isn't"
"AAH, Keiran, we played it often enough"
"We didn't finish it!"
"We did."
"okay, you hide with Daniel here"(unter der Decke auf dem Sofa),
and i have to search!"
One, two, three, four, seventeen, twentyfive, I'm coming!"
Dann geht er zum Sofa, zieht die Decke weg und lacht sich nen Ast ab.
Dann ist der nächste mit Suchen dran, und die anderen Beiden verstecken sich wieder auf dem Sofa unter der Decke. So geht das dann immer weiter, doch das Versteck ist immer auf dem Sofa unter der Decke. Ich dachte schon darüber nach, zu versuchen ihnen klarzumachen, dass ein bisschen Variation diesem Spiel mal ganz gut tun würde.
Ansonsten spielt man viel Powerrangers (Daniel: "I want to be the pink one!"), oder auch Ben 10 Alienforce, was hier auch quasi immer im Fernsehn läuft.
Der Fernseher läuft eh fast den ganzen Tag, das scheint wohl überall so zu sein.
Sowieso scheinen alle EF-Gastfamilien hier in der Gegend sehr ähnlich zu sein. Überall wo ich war, war es fast genau wie hier oder auch in einigen Aspekten wie in unserer alten Familie.
Dass alle Gastfamilien wohl nicht das meiste Geld haben, ist mir ja sehr egal, aber dass damit auch gleich das nicht-Vorhandensein der Sinne für Gemütlichkeit, Gespräche und allgemein aller Freuden des tägliches Alltagslebens verbunden sein muss, verstehe ich nicht und finde ich traurig.
Auch Interesse an mir und meiner Familie besteht wenig. Wir sind halt da, leben hier, kriegen Essen, mehr aber auch nicht. Man ist halt "the student", Teil eines Businesses.
Des Gastfamilie-sein-Businesses. Warum allerdings dieses Business betrieben wird, weiß ich nicht und ist mir ein echtes Rätsel.
Naja, dennoch lässt es sich hier leben, auch wenn ich doch nun so langsam nach Hause will.

Schule läuft so vor sich hin, es geht langsam auf die Exams zu. Mit meinen Mitschülern kann ich immer noch nichts anfangen, und ihre Motiviertheit bleibt weiterhin auf der Strecke, sowie auch die Qualität des Unterrichts, da die Lehrer außer meiner Mathelehrer auch einfach völlig schlecht sind.
Ja, momentan klingt es, als wäre es hier sehr deprimierend, ist es auch in vieler Hinsicht, doch ich habe mich jetzt damit abgefunden. Nur der Gedanke, nach Hause zu fahren und einfach überhaupt nichts aus diesem Jahr mitzunehmen, bereitet mir Angst.

Nunja.:)
Ich erzähl mal vom Rest des Februars.
Ich war in Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands. Es war eine Tour von EF, Anne, eine Freundin aus Deutschland, die hier in der Nähe von Liverpool wohnt und die ich beim Vorbereitungstreffen in Hannover kennengelernt hatte, hat mich überredet mitzukommen.
Es war echt super, da Edinburgh eine wunderschöne Stadt ist und man mal andere Leute um sich herum hatte. Außerdem hatte ich spaßige Zugfahrten, da ich erste Klasse gefahren bin (war aus irgendeinem Grund die billigste Buchungsoption) und daher Businessheinis mit ihren Laptops um mich herum hatte und Kaffee umsonst bekommen hab.:)

Der Geist! Aka Tourguide der "Witchery-Tour"

Das war mal krass, die Beleuchtung hat ihre Farbe gewechselt!

Caro links, Anne rechts und was komisches mit Haar im Auge in der Mitte.

Abends im Pub und Cola trinken, mit Anne(hinten links), Caro(vorne rechts), einer Schweizerin(vorne links) und einer Schwedin(Mitte links, die ist aber nicht so cool wie Sara.:))

Wie die Asiaten. Nicht böse gemeint, die sahen einfach immer nur so lustig aus dass man sie nachmachen musste.:)

Caro und Anne! <3


Nun muss ich kurz nachdenken, was sich danach so ereignete...
Nichts besonderes, nein.
Ach ja, ich war noch auf zwei Konzerten, Late Of The Pier und General Fiasco,
war sehr schön!
Und Anna und ich haben gekocht und Pfannkuchentorte gebacken.

Bei Laune hält mich die Schokolade die mir von zu Hause geschickt wird, die aber auch schon fast wieder alle ist.
Lindt Edelbitter Mousse Zitrone-Basilikum. Danke!

Und nun freue ich mich schon ganz besonders auf die Osterferien und die Zeit danach!
LONDON! Mit Leoni, die kommt extra hier her.
Dann Bob Dylan in Sheffield! Grandios!
Und dann fahr ich ja auch schon bald nach Hause.
:)

Zum Schluss möchte ich euch noch zeigen, was mich die Tage hier immer wieder aufs neue aufmunterte:

Süß.

Auf Wiedersehen, meine lieben Leser!

Friedi